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![]() Pressemitteilung September 2004
Neu-Isenburg/Ravensburg. Die aktuelle Halbjahresausgabe der Gelben Liste Pharmindex für Dermatologen bietet in ihrer elektronischen Version ein sensationell einfaches, neues Modul für Arzneimittel-Wechselwirkungen: MIC-IP® - Medical Interactions Compendium Index Professional - liefert auf einen Klick eine umfassende Übersicht zu allen Wechselwirkungen und UAW (Unerwünschte Arzneimittelwirkungen). Mediziner der Universität Tübingen bescheinigen dem System höchste fachliche Qualität und gleichzeitig eine praxisnahe, schnelle Funktionalität.
In Deutschland sind mehr als 5.000 Arzneisubstanzen im Verkehr. Zusätzlich nehmen Patienten Nahrungsergänzungsmittel und Diätetika ein sowie Nahrungs- und Genussmittel, die fallweise interaktiv mit Arzneimitteln wirken können. Allein bezogen auf die Arzneimittel ergeben sich rund 680 Mio. Zweierkombinationsmöglichkeiten. Diese Unmenge ist für Ärzte fast nicht mehr überschaubar, bisherige Recherchen zu Wechselwirkungen waren aufwändig und zeitraubend.
Schnell, einfach und umfassend Anders MIC-IP®: Medical Interactions Compendium Index Professional gibt als interaktive Software im Rahmen der Gelben Liste den schnellen Zugriff auf Wechselwirkungen von Arzneimitteln und UAW-Risiken. Es zeigt Kontraindikationen bezüglich Schwangerschaft, Stillzeit, Maschinenführungs- und Verkehrstauglichkeit und dokumentiert über 70 Mio. Zweierkombinationen mit Einschränkungen.
Die neue Software MIC-IP® ist auf der CD-ROM-Version der Gelben Liste Pharmindex verfügbar, die über 38.000 Medikamente verzeichnetD Die CD-ROM liegt jeder gedruckten Ausgabe der Gelben Liste Pharmindex für Dermatologen bei. Das Druckwerk listet rund 5.500 Medikamente, ausgewählt speziell für die dermatologische Praxis.
Ein Autorenteam von Medizinern, Pharmakologen und Informatikern hat MIC-IP® in mehreren Jahren erarbeitet und dafür den weltweiten Qualitätsstandard der Pharmakotherapie dokumentiert. Alle relevanten Ereignisse wie Eilmeldungen, Verlautbarungen, Dateien, Publikationen und Archivsysteme bezüglich Pharmakovigilanz wurden und werden weiterhin global ausgewertet und aktualisiert. Inhaltlich und funktionell geprüft wurde das System vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Tübingen.
Beliebig viele Arzneimittel kombinieren Der Arzt kann im System unbeschränkt viele Arzneimittel kombinieren. Per Mausklick erscheint das Kombinationsergebnis in einem Matrixfeld, zunächst mit prägnanten Bildsymbolen, auf Klick mit Kurztexten zur Detailinformation. Konkurrenzlos ist bei MIC-IP® der Hinweis auf mögliche medikamentöse Alternativtherapien. Falls pharmakologisch verifiziert, werden Alternativen zur Arzneimittelverordnung mit gleicher Wirkung angeboten, die bisher weltweit weniger Risiken oder Einschränkung gezeigt haben.
In Kombination mit der Gelben Liste ist MIC-IP® absolut bedienerfreundlich für die Alltagspraxis konzipiert. Die Installation der CD-ROM ist problemlos, ebenso die Bedienung und Navigation des Programms. Die Eingabe kann nach Darreichungsform, Präparat, Substanz, Substanzklasse oder Pharmazentralnummer erfolgen.
Erfolgreiche Kooperation Hinter der Verwirklichung des ehrgeizigen Projekts MIC-IP® stehen drei Partner: C_BELT ist für die Entwicklung des Programms und das Einpflegen der Inhalte zuständig. MediMedia, der Wissensverlag, integrierte das System in seine flächendeckend verbreitete Gelbe Liste Pharmindex. Die HypoVereinsbank leistete Schützenhilfe und stellte zusätzlich die MIC-IP Software über ihr Vertriebsnetz zur Verfügung.
Neben dem bahnbrechenden Modul MIC-IP® wartet die Gelbe Liste mit weiteren Neuerungen auf: In der Hausliste kann ein Arzt alle von ihm bevorzugt verordneten Medikamente ablegen, ohne irgendwelche Voreinstellungen. Die Hausliste bliebt auch über Updates hinweg erhalten.
Über das Modul MEDIzept ist der Ausdruck auf das grüne Rezeptformular möglich.
Alle nicht verschreibungspflichtigen, aber laut Ausnahmeliste unter bestimmten Bedingungen ausnahmsweise erstattungsfähigen Arzneimittel sind gekennzeichnet und mit einer Filterfunktion versehen.
Hintergrundinformationen zu MIC-IP® Die Folgen unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) werden in Deutschland statistisch nicht erfasst. Schätzungen schwanken zwischen 25.000 - 48.000 Todesfällen pro Jahr, ausgelöst durch falsch eingenommene Medikamente oder Arzneimittel-Kombinationen. Ebenfalls nach Schätzung liegen bei 30 % der Krankenhaus-Einweisungen UAW bzw. Interaktionen von Arzneimitteln zugrunde. Pro Jahr könnten durch konsequente Beachtung der dokumentierten Fälle von UAW minimal 10.000 Todesfälle und. ca. 250.000 Fälle schwere Nebenwirkungen vermieden werden. Die Kosten dieser Problematik belasten die deutsche Volkswirtschaft mit ca. 3 Mrd. Euro pro Jahr.
Für 2003 weist die Statistik der Bundesregierung 110.000 Tote durch Nikotin, 40.000 alkoholbedingte Todesfälle, 6.500 Unfalltote im Straßenverkehr und 1.477 Tote durch harte Drogen aus. Es fällt auf, dass für die Prävention und Aufklärung dieser Todesursachen ein Vielfaches an Geld und Information aufgewendet wird. Mit wesentlich niedrigerem Etat könnte durch intensivere Aufklärung und strengere Beachtung der Dokumentation unerwünschter Arzneimittelwirkungen/ Interaktionen das Sozialbudget erheblich entlastet werden.
Zielgruppe ältere und multimorbide Patienten Betrachtet man die älteren Patienten mit ihrem erhöhten Medikamentenbedarf, so nehmen zwei Drittel der über 60-Jährigen im Schnitt täglich mindestens zwei Arzneimittel ein, mehr als ein Drittel der über 70-Jährigen nimmt mindestens fünf Medikamenten pro Tag. Dabei sind Präparate der Selbstmedikation, Nahrungsergänzungsmittel und die so genannten Stärkungs- oder Anti-Aging-Mittel, die ebenfalls den Wirkmechanismus von Medikamenten beeinträchtigen, nicht berücksichtigt.
In MIC-IP® sind neben Arzneimitteln auch die wichtigsten Nahrungsergänzungs- sowie Genussmittel erfasst und können auf Wechselwirkungen mit allen Pharmaka abgeglichen werden. Diese Mittel können als Gruppe oder einzeln eingegeben und bezüglich Wechselwirkung analysiert werden. Alkoholika beispielsweise sind unter der Gruppe Ethanol subsummiert. Lediglich Weiß- und Rotwein sind aufgrund anderer Wirk- bzw. Inhaltsstoffe extra erfasst.
Alternativen zu MIC-IP® Ärzten und Apothekern stehen zur Dokumentation von UAW bzw. Interaktionen Nachschlagewerke in Form von Büchern oder Software zur Verfügung. Jedoch ist die Recherche in diesen Nachschlagewerken oder Dateien, sofern mehrere Substanzen abgeglichen werden müssen, sehr zeitaufwändig und für den Alltag in der Arztpraxis wenig tauglich. Papiergestützte Werke scheiden im Elektronikzeitalter der Praktikabilität und Schnelligkeit wegen aus. Von den elektronischen Medien erwartet der unter Zeitdruck Suchende schnellen Zugriff und ein unverzüglich und selbsterklärendes Ergebnis ohne Zeitverlust.
Die MIC-IP® -Software ist vor allem für die Hausarztpraxis von aktueller Bedeutung. Durch die Vorgaben des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG) müssen Hausarzt- bzw. Allgemeinpraxen vermehrt auch Risikopatientengruppen behandeln. Die Generalfilterfunktion dieser Praxen bringt aufgrund des Patientenspektrums komplexere Probleme der Pharmakotherapie mit sich. Neben der Betreuung von multimorbiden Seniorenzielgruppen sei stellvertretend für andere nur auf die Risikogruppe der HIV-Patienten hingewiesen.
Umfang Um die Datenfülle von MIC-IP® mit einem Printobjekt zu vergleichen, bräuchte man für die optische Darstellung der gespeicherten 693 Mio. Kombinationsvarianten mit einer Matrixskalierung von 5 mm einen Flächeninhalt von ca. 1,73 ha Papier. Das entspricht der Fläche von ca. 278.000 Blatt DIN A 4, die Papierfläche betrüge des Zweieinhalbfache des Fußballfeldes im Münchner Olympiastadion.
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Pressekontakte MIC-IP: Joachim Reichert, Kielinger Straße 8, 83071 Stephanskirchen, Telefon 08036/306170, Fax 08036/306171, joachim.reichert@c-belt.de
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